{"id":115,"date":"2019-03-18T08:35:03","date_gmt":"2019-03-18T08:35:03","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.sbw1870.de\/?page_id=115"},"modified":"2019-04-19T12:49:22","modified_gmt":"2019-04-19T12:49:22","slug":"schuetzenhalle","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/?page_id=115","title":{"rendered":"Sch\u00fctzenhalle"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"625\" height=\"468\" src=\"http:\/\/wordpress.sbw1870.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/P2220011.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-262\" srcset=\"https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/P2220011.jpg 625w, https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/P2220011-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<ul class=\"is-layout-flex wp-block-gallery-1 wp-block-gallery columns-2 is-cropped\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"625\" height=\"468\" src=\"http:\/\/wordpress.sbw1870.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/P2220014.jpg\" alt=\"\" data-id=\"263\" data-link=\"http:\/\/wordpress.sbw1870.de\/?attachment_id=263\" class=\"wp-image-263\" srcset=\"https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/P2220014.jpg 625w, https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/P2220014-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"625\" height=\"468\" src=\"http:\/\/wordpress.sbw1870.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/P2220006.jpg\" alt=\"\" data-id=\"261\" data-link=\"http:\/\/wordpress.sbw1870.de\/?attachment_id=261\" class=\"wp-image-261\" srcset=\"https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/P2220006.jpg 625w, https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/P2220006-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/figure><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Ein Plan wird realisiert, die Sch\u00fctzenhalle wird gebaut 1952<\/strong><br>Einen bedeutungsvollen Zeitabschnitt in der Geschichte der Sch\u00fctzenbruderschaft St. Antonius nahmen Planung und Durchf\u00fchrung des Neubaus einer Sch\u00fctzenhalle ein. Im Herbst des Jahres 1951 stellte man im Vorstand der Bruderschaft erste \u00dcberlegungen an. \u00e4u\u00dferer Anla\u00df waren die Schwierigkeiten, die man mit den Zeltfesten auf den H\u00f6fen gehabt hatte. Das Sch\u00fctzenfest auf dem Hof Schl\u00fcter Jahre 1949 beispielsweise hatte unter einem au\u00dfergew\u00f6hnlich starken Regen gelitten. Unter dem Zeltdach war es bei schlechter Witterung empfindlich k\u00fchl. Es mu\u00dfte nach den Feiern gr\u00fcndlich aufger\u00e4umt werden, Glasscherben, ohne die geht\u2019s nun mal nicht, sorgten f\u00fcr Unmut, zudem war der Hofraum fast f\u00fcr eine ganze Woche blockiert. Sicherlich gaben auch die Beispiele in den Nachbarorten \u2013 die Allagener bauten um diese Zeit beispielsweise ihre M\u00f6hnetalhalle \u2013 den \u00dcberlegungen zum Hallenbau Auftrieb. Es gab jedoch auch noch andere Erw\u00e4gungen. Zu Beginn der f\u00fcnfziger Jahre setzte eine neue Landflucht ein. Die aufstrebende Industrie und das Bauhandwerk zogen Arbeitskr\u00e4fte an, die Nachkriegsarbeitslosigkeit verschwand fast schlagartig. Den Abwanderungstendenzen aus dem rein landwirtschaftlich strukturierten Waldhausen wollte man entgegenwirken, indem man versuchte, die d\u00f6rfliche Gemeinschaft zu st\u00e4rken. \u201eGemeinschaft wird durch das Vereinsleben gef\u00f6rdert. Vereinsleben kann sich nur entwickeln, wenn \u00e4u\u00dfere Rahmenbedingungen geschaffen werden. Dazu geh\u00f6ren geeignete R\u00e4umlichkeiten\u201c. Mit diesen Argumenten ging der Sch\u00fctzenvorstand in die au\u00dferordentliche Generalversammlung am 16. 09. 1951. Der Protokollant vermerkte \u00fcber diese Zusammenkunft: \u201eEs wurde festgestellt, da\u00df der Bau einer Halle eine Notwendigkeit ist. Die Versammlung sprach sich einstimmig f\u00fcr den Bau einer Halle aus\u201c. Einige skeptische \u00e4ltere Sch\u00fctzenbr\u00fcder hatten ihren S\u00f6hnen vorher den Rat mit auf den Weg gegeben:\u201cStimm men tau, et giett doch nix! (Stimm nur zu, es gibt ja doch nichts!)\u201cDoch diese sollten sich irren. Im Januar 1952 bestimmte die Sch\u00fctzenversammlung eine Baukommission. Heinrich Jaeger, Kaspar Pankoke, Wilhelm Dalhoff, Anton Gosmann und Franz K\u00fchle geh\u00f6rten ihr an. Wilhelm Dahlhoff z\u00e4hlte zu den tatkr\u00e4ftigsten Verfechtern der Idee, eine Sch\u00fctzenhalle zu errichten. Sein Wort fand stets Anerkennung bei den Sch\u00fctzenbr\u00fcdern. Die Bauplatzfrage konnte kurzfristig gekl\u00e4rt werden. Die Gemeinde Waldhausen tauschte ein ihr geh\u00f6rendes Grundst\u00fcck an der Vogelstange mit dem in der H\u00f6hre gelegenen Grundst\u00fcck der Frau Grawe. Zur Finanzierung schlug der Vorstand folgendes Verfahren vor: \u201eAlle Landwirte stiften 10 DM pro Morgen (= 1\/4 Hektar) ihres Grundbesitzes. Die \u00fcbrigen Sch\u00fctzenbr\u00fcder sollen einen einmaligen Zuschu\u00df von 50 DM stiften. Der Vorschlag wurde von allen Sch\u00fctzenbr\u00fcden gutgehei\u00dfen \u201e. Die Spende sollte von allen Milchlieferanten in 12 gleichen Monatsraten vom Milchgeld einbehalten werden. Die Molkerei Niederbergheim erhielt von den Spendern die schriftliche Einwilligung, die monatlichen Raten vom Milchgeld einzubehalten und direkt auf ein Sonderkonto bei der M\u00fclheimer Spadaka zu \u00fcberweisen. Damit praktizierte die Sch\u00fctzenbruderschaft mit gutem Erfolg eine fr\u00fche Form des Bankeinzugverfahrens. Der Besitz eines Grundst\u00fccks durch die Bruderschaft setzte die gerichtliche Eintragung des Vereins voraus. Diese und die weiteren notariellen Angelegenheiten beim Tausch des Grundst\u00fccks mit der Familie Grawe\/ Fleitmann regelte der Notar Luig aus Warstein. Die Gemeinde Waldhausen trat den Bauplatz unentgeltlich an die Bruderschaft ab. Im M\u00e4rz 1952 konnte das Baukommissionsmitglied Wilhelm Dalhoff der Sch\u00fctzenversammlung anhand des vorliegenden Bauplanes einen ausf\u00fchrlichen \u00fcberblick \u00fcber das geplante Bauvorhaben geben. Er erkl\u00e4rte, da\u00df er \u00fcber die gro\u00dfe Einm\u00fctigkeit bei der Sammlung der Spendeneinwilligungen \u00fcberrascht sei.Der Vorstand regte ein Preisschie\u00dfen an. Der finanzielle \u00fcberschu\u00df war f\u00fcr den Hallenneubau bestimmt. Es mutet ein wenig befremdlich an, wenn man Protokollbuch dazu liest: \u201c Um das Interesse am Schie\u00dfen noch mehr zu steigern, wurde beschlossen, eine Tag f\u00fcr die \u00e4lteren Sch\u00fctzenbr\u00fcder festzusetzen. Auch Frauen und M\u00e4dchen sollen sich am Schie\u00dfen beteiligen \u201e. Die Gemeinschaft der Sch\u00fctzen erlebte durch den Hallenbau einen ungeheuren Aufschwung. Man er\u00f6ffnete bereits den 17j\u00e4hrigen die M\u00f6glichkeit zum Eintritt in die Bruderschaft. Sie konnten sich jeweils am 2. Ostertag eines jeden Jahres eintragen lassen.Schon am 11. Mai 1952 konnte der Grundstein zur Volkshalle \u2013 so wird die Sch\u00fctzenhalle gelegentlich in den Archivalien auch genannt \u2013 feierlich gelegt werden.Dazu f\u00fchrte der Schriftf\u00fchrer im Protokollbuch aus: \u201eUm 14 Uhr marschierte der Verein im Festzug durch Waldhausen zum Bauplatz. Die Festansprachen wurden gehalten vom Amtsdirektor Geisler in Warstein und vom Pr\u00e4ses des Vereins Herrn Pfarrer Muder in M\u00fclheim\u201c.In den Grundstein legte man damals eine Urkunde. Sie beginnt \u00fcblicherweise mit der Aufz\u00e4hlung der zeitgen\u00f6ssischen weltlichen und kirchlichen \u201eRegenten\u201c. Das Vorbild f\u00fcr die Art solcher Urkunden reicht weit in die Feudalzeit zur\u00fcck, als die adeligen und kirchlichen Grundherren ihre Besitzt\u00fcmer und Titel in fast endloser Reihe aufz\u00e4hlten, bevor der Verhandlungsgegenstand erw\u00e4hnt wurde. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Urkunde im Grundstein der Sch\u00fctzenhalle hat folgenden Wortlaut:<\/em><br>\u201eWALDHAUSEN \u2013 PFARREI M\u00fcLHEIM-M\u00f6HNE KREIS ARNSBERG, DEN 11. MAI 1952GELOBT SEI JESUS CHRISTUS!IM JAHRE DES HEILS 1952 \u2013 SIEBEN JAHRE NACH BEENDIGUNG DES 2. WELTKRIEGES \u2013 ALS PAPST PIUS XII. DIE KIRCHE GOTTES REGIERTE, ALS DR. LORENZ J\u00e4GER ERZBISCHOF DER ERZDI\u00f6ZESE PADERBORN WAR, ALS PROFESSOR THEODOR HEUSS ERSTER BUNDESPR\u00c4SIDENT UND KONRAD ADENAUER BUNDESKANZLER DER NEUGESCHAFFENEN BUNDESREPUBLIK WAR, ALS KASPAR PANKOKE ZEITIGER B\u00fcRGERMEISTER DER GEMEINDE WALDHAUSEN WAR, ALS HEINRICH BR\u00dcNE UND GISELA FELDMANN ALS LEHRPERSONEN HIER WIRKTEN, ALS AN DER PFARRKIRCHE WILHELM MUDER PFARRER WAR, UND FRITZ APPELHANS F\u00dcR DIE HIESIGE KAPELLE ALS PFARRVIKAR BESTELLT WAR, ALS DIE SCH\u00dcTZENBRUDERSCHAFT ZUM HL. ANTONIUS IN WALDHAUSEN GELEITET WURDE VON DEM BRUDERMEISTER HEINRICH J\u00c4GER UND DEM HAUPTMANN FRANZ K\u00dcHLE-HERMANNSCHULTE, ALS ANTON GOSMANN SCH\u00dcTZENK\u00d6NIG WAR, ALS DIE BRUDERSCHAFT ETWA 100 MITGLIEDER Z\u00c4HLTE, ALS DIE BAUKOMMISSION, BESTEHEND AUS DEN BRUDERMEISTERN HEINRICH J\u00c4GER UND FRANZ K\u00dcHLE-HERMANNSCHULTE, DEN SCH\u00fcTZENBR\u00dcDERN KASPAR PANKOKE, WILHELM DALHOFF UND ANTON GOSMANN, DIE VORARBEITEN F\u00dcR DEN BAU DER HALLE GELEISTET, ARCHITEKT RIDDERBUSCH AUS WARSTEIN DEN PLAN ZUR HALLE ENTWORFEN HATTE UND BAUUNTERNEHMER THEODOR BEELE MIT DEM BAU DER HALLE BEAUFTRAGT WORDEN WAR, WURDE DIESER GRUNDSTEIN ZUR SCH\u00dcTZENHALLE AM 11. MAI 1952 VOM PR\u00c4SES DER SCH\u00dcTZENBRUDERSCHAFT PFARRER WILHELM MUDER FEIERLICH GEWEIHT UND GELEGT ALS BL\u00dcHENDES SINNBILD F\u00dcR DIE OPFERGESINNUNG UND ALLSEITIGE MITARBEIT DER GEMEINDE, ZUR EHRE GOTTES UND DES HL. ANTONIUS, ZUR PFLEGE VON HEIMAT UND GLAUBE, ZUR ST\u00c4TTE DER FREUDE UND ERHOLUNG.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"is-layout-flex wp-block-gallery-3 wp-block-gallery columns-2 is-cropped\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"591\" height=\"316\" src=\"http:\/\/wordpress.sbw1870.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/P2220005.jpg\" alt=\"\" data-id=\"260\" data-link=\"http:\/\/wordpress.sbw1870.de\/?attachment_id=260\" class=\"wp-image-260\" srcset=\"https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/P2220005.jpg 591w, https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/P2220005-300x160.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 591px) 100vw, 591px\" \/><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"640\" height=\"270\" src=\"http:\/\/wordpress.sbw1870.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/P1000361.jpg\" alt=\"\" data-id=\"256\" data-link=\"http:\/\/wordpress.sbw1870.de\/?attachment_id=256\" class=\"wp-image-256\" srcset=\"https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/P1000361.jpg 640w, https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/P1000361-300x127.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/figure><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Seit 2009 haben wir auf dem Sch\u00fctzenhallendach eine Photovoltaikanlage installiert. Die Anlage hat eine Gesamtkapazit\u00e4t von 53,725 kwp, wo von 1\/3 auf die Sch\u00fctzenbruderschaft entfallen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Plan wird realisiert, die Sch\u00fctzenhalle wird gebaut 1952Einen bedeutungsvollen Zeitabschnitt in der Geschichte der Sch\u00fctzenbruderschaft St. Antonius nahmen Planung und Durchf\u00fchrung des Neubaus einer Sch\u00fctzenhalle ein. 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