{"id":426,"date":"2019-03-26T19:51:24","date_gmt":"2019-03-26T19:51:24","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.sbw1870.de\/?page_id=426"},"modified":"2019-04-14T12:58:11","modified_gmt":"2019-04-14T12:58:11","slug":"chronik-teil-iii","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/?page_id=426","title":{"rendered":"Chronik Teil III"},"content":{"rendered":"\n<h4>Sch\u00fctzenbruderschaft St. Antonius Waldhausen 1870 e.V.  <\/h4>\n\n\n\n<p><strong>So feiert man heute in Waldhausen das Sch\u00fctzenfest!<\/strong><br>Der Auftakt zum Sch\u00fctzenfest vollzieht sich f\u00fcr den Au\u00dfenstehenden fast unbemerkt. Der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Vorstand der Bruderschaft inspiziert den h\u00f6lzernen Vogel einige Wochen vor dem Fest. Das Schie\u00dfen auf den Aar ist eine Jahrhunderte alte Sch\u00fctzentradition, die im Verlauf der Geschichte nichts an ihrer Wichtigkeit eingeb\u00fc\u00dft hat. Der amtierende Sch\u00fctzenk\u00f6nig hat den Bau des Vogels bei einem Schreiner seiner Wahl in Auftrag zu geben und nat\u00fcrlich auch die Kosten daf\u00fcr zu \u00fcbernehmen. Bevor der Vogel seine endg\u00fcltige Form, seine Insignien Krone, Zepter, Reichsapfel und seinen farblichen Schmuck erh\u00e4lt, wird die h\u00f6lzerne Konstruktion \u00fcberpr\u00fcft. In der Vergangenheit mu\u00dfte der Vorstand mehrfach die Erfahrung machen, da\u00df der Vogel am Montagmorgen trotz flei\u00dfigen Schie\u00dfens nicht fallen wollte. Die Stange mu\u00dfte herabgelassen und der Vogel &#8222;gelockert&#8220; werden. Durch die \u00fcberpr\u00fcfung beim Schreiner will der Vorstand sicherstellen, da\u00df sich der Vogel mit der erlaubten Schrotladung (2,5 mm Bleischrot) auch abschie\u00dfen l\u00e4st.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der endg\u00fcltigen Fertigstellung des Vogels trifft man sich im Hause des K\u00f6nigs zum Vogelkr\u00f6nen. Der Hofstaat schm\u00fcckt zusammen mit einigen Mitgliedern des Bruderschaftsvorstandes den Vogel. Das K\u00f6nigspaar hat vorher in der Nachbarschaft und bei Bekannten ausgeblasene Eier gesammelt und bemalt. Wichtigste Handlung beim Vogelkr\u00f6nen ist das Aufziehen der Eier auf eine Schnur. Die Eierkette wird anschlie\u00dfend kunstvoll am Vogel befestigt. Das K\u00f6nigspaar bewirtet seine G\u00e4ste nach getaner Arbeit in angemessener Weise.<\/p>\n\n\n\n<p>8 Tage vor dem Sch\u00fctzenfest mu\u00df die Vogelstange, die das Jahr \u00fcber in der Sch\u00fctzenhalle gelagert wird, aufgestellt werden. Seit vielen Jahren \u00fcbernehmen diese Aufgabe die Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr Waldhausen. K\u00f6nig und Vorstand setzen einen Birkenbusch auf die Stangenspitze. Ein kleiner Umtrunk beendet dieses Ritual. Von jetzt an ist auch \u00e4u\u00dferlich ein Zeichen gesetzt: Waldhausen r\u00fcstet zum Sch\u00fctzenfest. Am Sch\u00fctzenfestsamstag holt der Vorstand Birkengr\u00fcn. Bereits um 10.00 Uhr f\u00e4hrt man mit Schlepper und Wagen in den Sichtigvorer Wald, um Birken zu schlagen. Auf der R\u00fcckfahrt geht es zuerst zum Haus des K\u00f6nigs, hier wird der Hauseingang mit Birkengr\u00fcn geschm\u00fcckt, die Fahrt geht weiter, auch die H\u00e4user des Jubelk\u00f6nigs und des Oberst warten auf ihren Schmuck. Den Schlu\u00dfpunkt der Rundreise bildet die Sch\u00fctzenhalle, auch hier wird mit Birkengr\u00fcn geschm\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Musikverein Sichtigvor wird vom Adjutanten im Namen der Bruderschaft am Nachmittag um 16.00 Uhr traditionell am Haus Weiken in Taubeneiche begr\u00fc\u00dft. Die Musiker bringen dem K\u00f6nig, dem Jubelk\u00f6nig und dem Oberst ein St\u00e4ndchen. \u00dcberall ist man willkommener Gast, und der jeweilige Hausherr l\u00e4\u00dft sich eine gro\u00dfz\u00fcgige Bewirtung nicht nehmen. Abschlie\u00dfend spielt die Musik am Dorfmittelpunkt zu einem St\u00e4ndchen f\u00fcr alle Bewohner auf. Der Musikverein Sichtigvor setzt damit die Tradition des &#8222;Trommelmanns&#8220; fort, der bis vor einem viertel Jahrhundert am Samstagnachmittag durch die Dorfstra\u00dfen zog und das Sch\u00fctzenfest &#8222;eintrommelte&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Gottesdienst am Samstagabend wird dann das Sch\u00fctzenfest offiziell er\u00f6ffnet. Die Sch\u00fctzen erscheinen dazu mit ihrer Sch\u00fctzenm\u00fctze, die Mitglieder des Vorstandes in ihren Uniformen. Am Revers tragen die Sch\u00fctzen das Jahresf\u00e4hnchen, der Beleg f\u00fcr den bezahlten Beitrag. Es gilt nach wie vor als ein ungeschriebenes Gesetz, da\u00df nur der Sch\u00fctze die Sch\u00fctzenm\u00fctze tragen darf, der auch seinen Beitrag bezahlt hat. Die Sch\u00fctzen wirken bei der Gestaltung des Gottesdienstes als Lektoren und Me\u00dfdiener mit. Der Musikverein Sichtigvor begleitet mit seinen Instrumenten die Me\u00dfges\u00e4nge. Am Schlu\u00df des Gottesdienstes legen die Sch\u00fctzen einen Kranz am Ehrenmal f\u00fcr die Kriegsopfer in der Kirche nieder. Der Oberst, der Ortsvorsteher oder der Pr\u00e4ses erinnern in einer kurzen Ansprache an das durch die Kriege verursachte Leid und an den Tod vieler junger Menschen zur immer wiederkehrenden Mahnung an die Lebenden.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Sch\u00fctzengottesdienst am Samstagabend geht&#8217;s zum Vogelaufsetzen. Unter den Kl\u00e4ngen des Tambourkorps  M\u00fclheim und der Blasmusik Sichtigvor marschieren die Sch\u00fctzen zur Vogelstange am Ortsausgang. Der mit Eierketten geschm\u00fcckte Vogel wird von einem Jugendlichen getragen. Die beiden Bruderschaftsfahnen werden im Zug mit gef\u00fchrt. Unter den Kl\u00e4ngen der Musikkapelle wird der Vogel mit der Stange in schwindelnde H\u00f6hen gehoben. Dort bleibt er bis zum Montagmorgen, wenn ihm mit dem Vogelschie\u00dfen der Garaus gemacht wird. Vor einigen Jahren noch war das nicht m\u00f6glich. Nachts machten sich auf Unsinn trachtende Burschen an der Vogelstange zu schaffen, um den Vogel zu zerst\u00f6ren. Gott sei Dank geht heute alles etwas friedlicher zu, und der Vogel hoch oben auf der Stange kann sich eigentlich bis zum Vogelschie\u00dfen recht sicher f\u00fchlen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Nach kurzem Aufenthalt an der Vogelstange setzt sich der Sch\u00fctzenzug wieder in Bewegung. Endpunkt des Zuges ist die Sch\u00fctzenhalle. Jetzt ist die Zeit gekommen, die Ehrungen f\u00fcr langj\u00e4hrige Mitgliedschaften und besondere Verdienste vorzunehmen. Auch die Jubelk\u00f6nigspaare werden geehrt. Die Jubelk\u00f6nigin erh\u00e4lt vom Oberst einen Blumenstrau\u00df, der Jubelk\u00f6nig ein Ordenszeichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach den Ehrungen spielt die Musik zum Tanz auf, oft bis weit in die Nacht hinein. Vor einigen Jahren war dies noch undenkbar. Der Stangenabend war mit dem Aufsetzen des Vogels und einem Umtrunk beendet. Der Sch\u00fctzenfestsonntag ist das Hochfest des K\u00f6nigs und der K\u00f6nigin. Am fr\u00fchen Nachmittag versammeln sich die Sch\u00fctzen zum Festzug an der Sch\u00fctzenhalle. Das Tragen einer dunklen Jacke, der Sch\u00fctzenkrawatte, der wei\u00dfen Hose und der Sch\u00fctzenm\u00fctze ist Pflicht. Auch das mit einer Blume geschm\u00fcckte Holzgewehr darf zum Umzug nicht fehlen. Der Hauptmann l\u00e4\u00dft p\u00fcnktlich um 14.00 Uhr antreten. Angef\u00fchrt vom Tambourkorps M\u00fclheim und dem Musikverein Sichtigvor geht es zun\u00e4chst zur St.-Barbara-Kirche, um die Bruderschaftsfahnen abzuholen. Am Gasthof Jacobs wartet der Oberst auf seine Sch\u00fctzen. Nach milit\u00e4rischem Brauch erstattet der Hauptmann dem Oberst Meldung. Der Oberst inspiziert die Kompanie und \u00fcberzeugt sich von der ordnungsgem\u00e4\u00dfen Kleidung der Sch\u00fctzen. Anschlie\u00dfend geht der Umzug der Sch\u00fctzen zum eigentlichen Ziel, zum Haus des K\u00f6nigspaares. Hier warten das Majest\u00e4tenpaar, mit allen Zeichen der W\u00fcrde geschm\u00fcckt, und sein Hofstaat in hochfestlicher Kleidung darauf, im Festzug durch den Ort geleitet zu werden. Ein Ritual wie vor mehr als 100 Jahren wiederholt sich: Unter den Kl\u00e4ngen des Pr\u00e4sentiermarsches schreiten K\u00f6nigspaar und Hofstaat die Reihen der mit pr\u00e4sentiertem Holzgewehr angetretenen Sch\u00fctzen ab. Das farbenpr\u00e4chtige Bild der eleganten Kleider der Hofdamen, der Uniformen der Spielmannsz\u00fcge und der Sch\u00fctzen und wehende Fahnen beherrscht die Szene. Die Sch\u00fctzen vollziehen es mit Ernsthaftigkeit. Der Oberst l\u00e4\u00dft das K\u00f6nigspaar hochleben. Die Sch\u00fctzen stimmen in die Hochrufe ein. Der K\u00f6nig erwidert die W\u00fcnsche und bringt ein Hoch auf das Tambourkorps M\u00fclheim, auf den Musikverein Sichtigvor und auf die Bruderschaft St. Antonius Waldhausen aus. Dann setzt sich der Zug nach festgelegtem Weg durch die Stra\u00dfen in Bewegung. An den Stra\u00dfenr\u00e4ndern haben sich Schaulustige aus den Nachbargemeinden eingefunden. Nicht selten erhalten das K\u00f6nigspaar und der Hofstaat Beifall von den Umstehenden. Der Festumzug endet in der Sch\u00fctzenhalle mit dem K\u00f6nigstanz. Unter der Achtungsbezeugung der Sch\u00fctzen tanzt zun\u00e4chst das K\u00f6nigspaar und anschlie\u00dfend der Hofstaat. Danach begibt sich das K\u00f6nigspaar mit seiner Begleitung zum wohlverdienten Kaffee trinken. Alles vollzieht sich nach festgelegten Regularien. Der Vorstand der Bruderschaft achtet peinlich genau auf ihre Einhaltung und macht den K\u00f6nig hier und da auf Besonderheiten aufmerksam, die er nicht wissen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Um 19 Uhr ist Kindertanz. K\u00f6nigspaar, Hofstaat und Vorstand holen die Kinder auf die Tanzfl\u00e4che. In den Pausen zwischen den Musikst\u00fccken wirft das K\u00f6nigspaar Bonbons. Nach dem Kindertanz werden die beiden Bruderschaftsfahnen unter den Kl\u00e4ngen der Musik zum Hof Hermannschulte gebracht. Hier bleiben sie bis zum Montagmorgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unterdessen beginnt in der Sch\u00fctzenhalle der Festball. Vor den Theken dr\u00e4ngt man sich in kleinen Gruppen, man erz\u00e4hlt, trinkt den &#8222;Gerstensaft&#8220;, singt und tanzt. Das K\u00f6nigspaar ist stolz, wenn eine frohe und ausgelassene Stimmung herrscht.<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4t am Abend wird es noch einmal hochoffiziell. Die Musiker des Musikvereins Sichtigvor nehmen am K\u00f6nigsthron Aufstellung und bringen dem K\u00f6nigspaar samt seinem Hofstaat ein St\u00e4ndchen. Es wird dabei gesungen und geschunkelt, nicht selten stellt man sich dabei auf St\u00fchle und Tische, je nach Spa\u00df und Laune. K\u00f6nigspaar und Hofstaat halten oft noch lange aus. Immer finden sich in den fr\u00fchen Morgenstunden noch einige Unentwegte, die dem K\u00f6nigspaar bis zur Haust\u00fcr &#8222;Begleitschutz&#8220; gew\u00e4hren, in der Hoffnung daf\u00fcr mit einer kleinen St\u00e4rkung angemessen entlohnt zu werden. Am Montagmorgen treffen sich die Sch\u00fctzen um 9 Uhr zum Fr\u00fchschoppen in der Sch\u00fctzenhalle. Nachdem sie sich gest\u00e4rkt haben, marschieren sie, angef\u00fchrt von Tambourkorps und Blasmusik, zum Schie\u00dfplatz. Gegen 10 Uhr wird das Vogelschie\u00dfen mit dem Schu\u00df durch den Pr\u00e4ses er\u00f6ffnet. Den zweiten Schu\u00df hat &#8222;der alte K\u00f6nig&#8220;, den dritten der Oberst. Dann hei\u00dft es &#8222;Feuer frei&#8220; f\u00fcr alle Sch\u00fctzen. Als Schie\u00dfmeister fungiert Ludwig Arens. Er sorgt f\u00fcr das Laden der Schrotflinte und \u00fcberwacht den sachgerechten Umgang mit der Waffe. Und schon bald mu\u00df der Vogel seine &#8222;Federn&#8220; lassen. Zepter, Apfel und Krone fallen in der Regel zuerst. Die Blasmusik spielt jeweils einen Tusch, wenn ein Sch\u00fctze einen guten Treffer landet und der Vogel merklich weniger wird.Hinter der Absperrung wartet die Menge der Schaulustigen. Hin und wieder geht ein Raunen durch die Menge, wenn nach dem Schu\u00df ein gr\u00f6\u00dferes St\u00fcck vom Vogel zur Erde st\u00fcrzt: Wer war der Sch\u00fctze? Meint er es ernst oder fuhr ihm der Schreck in die Glieder? Aber dann ist es soweit, ein Jubelschrei bricht pl\u00f6tzlich los. Allen wird schlagartig klar, wir haben einen neuen Sch\u00fctzenk\u00f6nig. Man braucht nicht lange zu fragen, wer der Sch\u00fctze ist. Er wird auf die Schultern gehoben und schwingt seine Sch\u00fctzenm\u00fctze. Die Blaskapelle spielt einen Tusch, dazwischen h\u00f6rt man Hochrufe und aufgeregte Stimmen. Den Gesichtern von Oberst, Hauptmann, Adjutant und den \u00fcbrigen Vorstandsmitgliedern sieht man es an: Erleichterung, Freude, Zufriedenheit, wir haben es wieder einmal geschafft, wir haben einen neuen Sch\u00fctzenk\u00f6nig. Der Festwirt zapft eilig das Bier in die Gl\u00e4ser. Man will auf den neuen K\u00f6nig ansto\u00dfen. Der K\u00f6nig wird umringt, man gratuliert. Inzwischen haben sich auch die Honorationen eingefunden: Die Ortsvorsteher des Kirchspiels, der B\u00fcrgermeister der Stadt Warstein, die Vertreter der Stadtverwaltung und der heimischen Sparkassen. Auch sie reihen sich in die Schar der Gratulanten ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Gratulation und der ersten Runde Bier gibt es unter den Umstehenden nur eine Frage. Wer wird K\u00f6nigin, ob der K\u00f6nig es selbst schon wei\u00df?  <\/p>\n\n\n\n<p>Aber nach kurzer Beratung mit dem Vorstand setzt sich der Adjutant in Bewegung, um die Auserw\u00e4hlte zu benachrichtigen. Oft ist sein Weg nur kurz, wenn sich die begehrte Dame unter den Zuschauern befindet. Nach spannungsvollen Augenblicken w\u00e4hrend des Schie\u00dfens kehrt wieder Ruhe und Gelassenheit unter den Sch\u00fctzenbr\u00fcdern und dem Publikum ein. Dann nimmt der Oberst die Proklamation des neuen Sch\u00fctzenk\u00f6nigs vor. Vor den Augen der angetretenen Kompanie stattet der Oberst den neuen K\u00f6nig mit den \u00e4u\u00dferen Zeichen seiner W\u00fcrde aus. Er bekommt die Sch\u00fctzenkette und die bekr\u00e4nzte Sch\u00fctzenm\u00fctze \u00fcberreicht. Der alte K\u00f6nig mu\u00df es ertragen, da\u00df er nun diese Zeichen abgeben mu\u00df. Die Umstehenden r\u00e4tseln \u00fcber seinen Gem\u00fctszustand. Zeigt er echte Trauer oder ist Erleichterung bei ihm zu sp\u00fcren, nachdem die B\u00fcrde eines anstrengenden Jahres von ihm gewichen ist? Ganz gleich, die volle Aufmerksamkeit gilt von jetzt an dem neuen K\u00f6nig. Der Oberst bringt ein erstes Hoch auf den neuen K\u00f6nig aus. Beim anschlie\u00dfenden Marsch der Sch\u00fctzen mit ihrem neuen K\u00f6nig zur Sch\u00fctzenhalle erweisen auch die Ehreng\u00e4ste der Bruderschaft dem K\u00f6nig ihre Achtung. Sie marschieren im Zug mit. In der Sch\u00fctzenhalle findet ein gem\u00fctlicher Ausklang statt. Hier und dort zieht man sich auch f\u00fcr die n\u00e4chsten Stunden in die H\u00e4user zur\u00fcck, um einen uralten Waldhausener Brauch zu pflegen, das Eierbacken.  <\/p>\n\n\n\n<p>Das neue K\u00f6nigspaar ber\u00e4t mit dem Vorstand der Bruderschaft \u00fcber die Zusammensetzung des Hofstaates. Alles geht dann in Eile. Der neue Hofstaat mu\u00df benachrichtigt werden. Das ist Aufgabe des Adjutanten, der die Einladungen pers\u00f6nlich \u00fcberbringt.  <\/p>\n\n\n\n<p>Die Sorge um die Kleidung macht besonders den Hofdamen zu schaffen, aber am sp\u00e4ten Nachmittag ist alles perfekt. Am Nachmittag um 16 Uhr sammeln sich die Sch\u00fctzen zum Festumzug mit dem neuen Sch\u00fctzenk\u00f6nig an der Sch\u00fctzenhalle. Das neue K\u00f6nigspaar wird abgeholt, und das Zeremoniell vom Vortag wiederholt sich: Festumzug, K\u00f6nigstanz, Kaffee trinken, Kindertanz.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch hat der Montagabend noch einen H\u00f6hepunkt, die traditionelle Polonaise auf dem Hof Schl\u00fcter. Ein Sch\u00fctzenbruder mit seiner Ehegattin f\u00fchrt die Polonaise an. Die Blasmusik sorgt mit z\u00fcnftiger Musik f\u00fcr den richtigen Schritt. Das Spektakel lockt viele Zuschauer an, denn das Ganze hat Modeschau \u00e4hnlichen Charakter. Insbesondere die neuen Kleider der Hofdamen ziehen die Blicke auf sich. Nach der Polonaise geht es zur\u00fcck zum Sch\u00fctzenball in die Halle.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein letzter offizieller Akt ist das Wegbringen der Fahnen zur St.-Barbara-Kirche. Und wer dann meint, mit dem mittern\u00e4chtlichen St\u00e4ndchen w\u00fcrde die Sch\u00fctzenm\u00fctze f\u00fcr ein ganzes Jahr an den Haken geh\u00e4ngt, mag sich manchmal irren. Es kann n\u00e4mlich sein, da\u00df sich am Dienstagnachmittag noch einige Sch\u00fctzen, inoffiziell nat\u00fcrlich, irgendwo in einem Haus einfinden, um ihren &#8222;Kater&#8220; langsam loszuwerden und das Fest endg\u00fcltig ausklingen zu lassen.  \u00a0<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size\"><br>Quelle: <br>Festschrift 125 Jahre Sch\u00fctzenbruderschaft St. Antonius Waldhausen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00fctzenbruderschaft St. Antonius Waldhausen 1870 e.V. So feiert man heute in Waldhausen das Sch\u00fctzenfest!Der Auftakt zum Sch\u00fctzenfest vollzieht sich f\u00fcr den Au\u00dfenstehenden fast unbemerkt. Der gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Vorstand der Bruderschaft inspiziert den h\u00f6lzernen Vogel einige Wochen vor dem Fest. Das Schie\u00dfen &hellip; <a href=\"https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/?page_id=426\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/426"}],"collection":[{"href":"https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=426"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/426\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":634,"href":"https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/426\/revisions\/634"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wordpress.sbw1870.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=426"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}